Geschichte

Turm der Pfarrkirche St. Martin in der Innenstadt, fotografiert aus dem Innenhof der Universität.
Turm der Pfarrkirche St. Martin in der Innenstadt, fotografiert aus dem Innenhof der Universität.

Der mächtige Turm zählt mit 55 Metern Höhe zwar nicht zu den höchsten der Stadt, ist aber durch die umlaufende Balustrade und dem weithin sichtbaren „IHS“ in der Wetterfahne ein markanter Punkt im Stadtbild.

Vollendet 1696, diente er mit seinem breiten Umgang am obersten Geschoss den Jesuiten des Kollegs als Observatorium für astronomische Beobachtungen. Im Zuge der Säkularisation, als 1803 die Gemeinde von Alt-St. Martin vom heutigen Maxplatz in die Universitäts- und ehemalige Jesuitenkirche umziehen musste, erhielt der Turm eine neue Bedeutung.

Ins oberste Geschoss, das zu einer Türmerstube umgebaut wurde, zog der Türmer von Alt-St. Martin ein. Als Feuerwache versah er einen wichtigen Dienst für die Stadt. Ferner musste der Turm die Glocken von Alt-St. Martin aufnehmen, da mit den kleinen Glocken der Jesuitenkirche ein „pfarrliches Geläute“ nicht erzeugt werden konnte. Zu diesem Zweck wurde in den Turm ein neuer Glockenstuhl eingebaut.